Gestern war ein sehr anstregender Tag für mich. Das Langfinale in Irbene bot eine wirklich orientierungstechnisch und physisch anspruchsvolle Langdistanz. Am Start fühlten sich meine Beine noch sehr schwer an vom Vorlauf. Ich hätte nicht gedacht, das ich diese Belastung so schlecht verkrafte. Nach einer kurzen Warmup Zeit ging es an den Start der Langdistanz. Sümpfe, Sandflächen und offene Hochwaldpartien wechselten sich ab und man musste immer auf der Karte sein. Ich ging das Rennen relativ verhalten an.
Den ersten Posten lief ich sicher über den Weg an um ins Rennen zu kommen. Die erste kleine Unsicherheit kam an Posten 3, da ich nicht genau wusste, wo ich über den Hang gelaufen bin, aber ich fand den Posten dann instinktiv ziemlich schnell. Zu Posten 4 nahm ich eher eine direktere Route durch den Sand, welcher sehr schwer zu belaufen war. Aber dadurch fand ich den Posten sicher und gut. Im Schmetterling zu Posten 7 passierte dann die erste große Unsicherheit. Ich lief eine helle Senke zu früh ins Grün und bemerkte dies erst sehr spät. An Posten 4 hatte ich übrigens schon die beiden vor mir gestarteten Läufer eingeholt. Der Lette blieb dann auch bis zum Schluss immer hinter mir. Im Schmetterling machte ich keine größeren Bögen mehr. Einzig und allein ein Sumpf von Posten 10 nach 11 bereitete mir Probleme, da in ihm nur Baumstämme querlagen. Aus der Karte war nicht ersichtlich, das er so tief war und so viel quer lag. Die Sümpfe reichten übrigens von Knöchel- bis Hüfttief und man konnte dies leider nicht aus der Karte erkennen. Die Devise: Augen zu und durch. Zu Posten 18 machte ich einen größeren Fehler im Postenraum und lief Ostein Kvall Osterbo auf. dieser Fehler kostet mich etwa 1min, aber war nicht weiter schlimm. In den grünen Sümpfen war es sehr schwer zu orientieren. Am Posten 21 holte mich Michael Smola und Matthias Millinger ein. Sie hatten ein höllen Tempo, das ich nicht mitgehen konnte. Glücklicherweise machten sie mehrere Fehler, so das ich immer wieder auflaufen konnte. Am Ende waren die Kräfte ganz schön rar und auf der Schlussrunde liefen sie mir noch einmal davon. Am Ende bin ich sehr zufrieden mit dem 32. Platz und den 11min Rückstand auf den Sieger Dimitry Tsvetkov. Er lief wirklich ein super Rennen!
29/05: EM Lang Finale
Ergebnisse
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