Yes! Am Wochenende war es endlich so weit. Der erste OL Wettkampf nach 3 Wochen fast ohne laufen. Einige werden sich fragen, warum? In den letzten Wochen wurde ich zu einem reduzierten Training gezwungen, da ich mir eine lang andauernde Überlastungsverletzung am Schienbein zugezogen hatte. Ich ging also mit keinen guten Vorzeichen an den Start der Deutschen Meisterschaft über die MItteldistanz. Im Vorfeld überlegte ich sogar, ob ich meinen Start absage um nicht ein wieder aufbrechen der Verletzung zu riskieren. Doch...
... am Tag der DM Mittel lief es erstaundlich gut. Ich versuchte von Anfang an ein hohes Tempo zu gehen. Ich hatte schon oft in ähnlich ruppigen Geländetypen, wie den Kmehlener Bergen unweit von Ortrand trainiert. Meine Hauskarte im Friedewald bietet ähnliche Geländeformationen und schlechte Belaufbarkeit. Zum ersten Posten wählte ich gleich eine agressive direkte Route und war erstaunt, wie tief der markante Baum im Tal stand, aber nichts destotrotz, gut getroffen. Zu Posten 2 die erste kleine Unsicherheit. Der Plan war eigentlich über die Pfade direkt zu laufen, aber ich kam etwas hoch auf dem Weg raus und entschied mich dann an der Wiesenkante entlang zu laufen und den Posten über den Hügel zu attakieren. Die lange Route zu Posten 3 hatte ich schon früh vorbereitet und entschied mich für eine direkte Variante, welche sich als goldrichtig herausstellen sollte. Selbst der Brombeerbewuchs im Tal vor dem Posten störte mich kaum. Als ich von Posten 3 weglief sah ich Alexander Lubina im Wald, der 2 min vor mir gestartet war. Aber anscheinend hatte er den 3. Posten noch nicht gestempelt. Ich wurde etwas unsicher auf dem Weg zu Posten 4 und musste erst einmal auf der Karte schauen, wo denn nun die Öffnung im Zaun war. Die Dickichte im ostenraum intepretierte ich leider etwas falsch und ich fand den kleinen Pfad vor den Grüns auch nicht. Ich verlor etwa 20s an dieser Stelle. Posten 5 war dann kein Problem. Dann gab es wieder eine lange Route zu Posten 6. Ich entschied mich wieder für die direkte Variante, die aber diesmal nicht die Richtige war. Die Variante rechts herum über die Wege war 30s schneller. Zu Posten 7 versuchte ich etwas höher zu laufen, damit ich den Posten von oben sehen konnte. Leider etwas zu hoch und ich verlor wieder 5s. So entschied ich mich zu Posten 8 für eine sichere Variante über die Pfade und bereitete die nächsten Posten vor, welche sehr eng standen. Posten 10 bereitete mir etwas Probleme, da ich zu früh im Hang schon einen Posten sah, der auch an einem Loch stand. Zu 12 getraute ich mich nicht richtig direkt zu laufen und lief über die Wiese. Am Sichtposten hörte ich dann den Sprecher, das ich ca. 1min in Führung liegen würde. 1min ist kein riesiges Polster und ich wusste, das mein Vereinskollege Robert Krüger auch im Schlussteil noch schnelle Beine haben würde. So attackierte ich weiter zu Posten 14 und entschied mich für die Variante oben über den Rücken. Posten 15, 16 und 17 waren nicht ganz so schwer und ich konnte meinen 2. Meistertitel in der HE über die Mitteldistanz feiern. Planeta kam zu einem Doppelsieg, und einem 4. Platz in der HE, so dass (fast) alle Gesicher strahlten. Bis zur WM in Trondheim gibt es für mich allerdings noch viel zu tun.
Am nächsten Tag hieß es erneut einen Bundesranglistenlauf zu bestreiten. Aufgrund meiner Unsicherheit mit meiner Verletzung ließ ich es an diesem Tag ruhig angehen und meldete mich bereits am Donnerstag in die H21 AK um. Bei manchen stieß es sicherlich auf Verwunderung, aber ich wollte meine Schienbein nicht gleich wieder überlasten, aber dennoch ein gutes OL Training absolvieren. So ließ ich es auch entsprechend locker angehen und lief nicht mit vollem Druck. Erfreulich war, dass Robert in der HE seinen ersten Titel einfahren konnte. Sicherlich eine sehr gute Belohnung, nach den Höhen und Tiefen bei der EM. Echt super.
Am Ende muss man die Veranstalter vom Post SV Dresden einmal wieder loben, die einen super Wettkampf auf die Beine gestellt haben. Eine gute Karte in einem schönen Gelände, das zwar ruppig war, aber dennoch viel Spaß am OL geboten hat, durch die Abwechslung zwischen offenen Wiesenflächen, Tälern, krautigen Hochwald und feinkuppierten Gebieten. Sie haben die Messlate für andere Veranstalter in diesem Jahr sehr hoch gesetzt und ich würde mich freuen, wenn es dieses Jahr noch ähnlich gute OL Veranstaltungen in Deutschland gibt.
14/06: Deutscher Meister!
... am Tag der DM Mittel lief es erstaundlich gut. Ich versuchte von Anfang an ein hohes Tempo zu gehen. Ich hatte schon oft in ähnlich ruppigen Geländetypen, wie den Kmehlener Bergen unweit von Ortrand trainiert. Meine Hauskarte im Friedewald bietet ähnliche Geländeformationen und schlechte Belaufbarkeit. Zum ersten Posten wählte ich gleich eine agressive direkte Route und war erstaunt, wie tief der markante Baum im Tal stand, aber nichts destotrotz, gut getroffen. Zu Posten 2 die erste kleine Unsicherheit. Der Plan war eigentlich über die Pfade direkt zu laufen, aber ich kam etwas hoch auf dem Weg raus und entschied mich dann an der Wiesenkante entlang zu laufen und den Posten über den Hügel zu attakieren. Die lange Route zu Posten 3 hatte ich schon früh vorbereitet und entschied mich für eine direkte Variante, welche sich als goldrichtig herausstellen sollte. Selbst der Brombeerbewuchs im Tal vor dem Posten störte mich kaum. Als ich von Posten 3 weglief sah ich Alexander Lubina im Wald, der 2 min vor mir gestartet war. Aber anscheinend hatte er den 3. Posten noch nicht gestempelt. Ich wurde etwas unsicher auf dem Weg zu Posten 4 und musste erst einmal auf der Karte schauen, wo denn nun die Öffnung im Zaun war. Die Dickichte im ostenraum intepretierte ich leider etwas falsch und ich fand den kleinen Pfad vor den Grüns auch nicht. Ich verlor etwa 20s an dieser Stelle. Posten 5 war dann kein Problem. Dann gab es wieder eine lange Route zu Posten 6. Ich entschied mich wieder für die direkte Variante, die aber diesmal nicht die Richtige war. Die Variante rechts herum über die Wege war 30s schneller. Zu Posten 7 versuchte ich etwas höher zu laufen, damit ich den Posten von oben sehen konnte. Leider etwas zu hoch und ich verlor wieder 5s. So entschied ich mich zu Posten 8 für eine sichere Variante über die Pfade und bereitete die nächsten Posten vor, welche sehr eng standen. Posten 10 bereitete mir etwas Probleme, da ich zu früh im Hang schon einen Posten sah, der auch an einem Loch stand. Zu 12 getraute ich mich nicht richtig direkt zu laufen und lief über die Wiese. Am Sichtposten hörte ich dann den Sprecher, das ich ca. 1min in Führung liegen würde. 1min ist kein riesiges Polster und ich wusste, das mein Vereinskollege Robert Krüger auch im Schlussteil noch schnelle Beine haben würde. So attackierte ich weiter zu Posten 14 und entschied mich für die Variante oben über den Rücken. Posten 15, 16 und 17 waren nicht ganz so schwer und ich konnte meinen 2. Meistertitel in der HE über die Mitteldistanz feiern. Planeta kam zu einem Doppelsieg, und einem 4. Platz in der HE, so dass (fast) alle Gesicher strahlten. Bis zur WM in Trondheim gibt es für mich allerdings noch viel zu tun.
Routegadget
Ergebnis DM Mittel
Am nächsten Tag hieß es erneut einen Bundesranglistenlauf zu bestreiten. Aufgrund meiner Unsicherheit mit meiner Verletzung ließ ich es an diesem Tag ruhig angehen und meldete mich bereits am Donnerstag in die H21 AK um. Bei manchen stieß es sicherlich auf Verwunderung, aber ich wollte meine Schienbein nicht gleich wieder überlasten, aber dennoch ein gutes OL Training absolvieren. So ließ ich es auch entsprechend locker angehen und lief nicht mit vollem Druck. Erfreulich war, dass Robert in der HE seinen ersten Titel einfahren konnte. Sicherlich eine sehr gute Belohnung, nach den Höhen und Tiefen bei der EM. Echt super.
GPS Track
Ergebnis BRL
Am Ende muss man die Veranstalter vom Post SV Dresden einmal wieder loben, die einen super Wettkampf auf die Beine gestellt haben. Eine gute Karte in einem schönen Gelände, das zwar ruppig war, aber dennoch viel Spaß am OL geboten hat, durch die Abwechslung zwischen offenen Wiesenflächen, Tälern, krautigen Hochwald und feinkuppierten Gebieten. Sie haben die Messlate für andere Veranstalter in diesem Jahr sehr hoch gesetzt und ich würde mich freuen, wenn es dieses Jahr noch ähnlich gute OL Veranstaltungen in Deutschland gibt.