Clausthal-Zellerfeld war in diesem Jahr der Austragungsort der Deutschen Hochschulmeisterschaft. Die Universität Leipzig schickte 6 starter ins Rennen. Vier in der Herren Meisterschaft, eine in der Damen Meisterschaft und eine Läuferin im Pokal B. Das Wochenende sollte äußerst erfolgreich für uns verlaufen.
Das Gelände rund um Clausthal-Zellerfeld war einfach super geeignet für eine schnelle DHM-Bahn. Es war eher flach und hatte sehr wenige Details, jedoch bestimmten einige Routenwahlen den Einzellauf, die es in sich hatten. Meine Taktik war von Anfang an klar: Angriff. Ich wollte so schnell, wie möglich vom Start weg kommen und mich sofort in die Karte hinein finden. Das gelang mir sehr gut ich hatte bis Posten 7 nur einige Richtungsfehler zu beklagen und wusste nicht, dass es so schnell werden würde. Vor dem Lauf hatte ich noch bedenken, da ich wieder Schmerzen im rechten Unterschenkel verspürrte. Während des Laufens gelang es mir jedoch diese Gedanken, völlig abzuschalten. Es lief eigentlich fast perfekt bis zur Route 11- 12, wo ich auf einmal vor einer vor mir querverlaufenden Bucht des Sees stand. Dieser kleine Fehler kostete, aber nicht so sehr viel Zeit. Erst zu Posten 16 war ich mir etwas unsicher mit der Route und versuchte auf dem Weg links herum etwas Kraft zu sparen. Ich merkte schon, dass das Tempo sehr hoch war am Anfang, aber ich versuchte immer weiter auf die Tube zu drücken und hatte bis ins Ziel ein sehr gutes Gefühl. Am Ende sprang ein erster Platz heraus. Erfreulich war, das auch die anderen Teilnehmer meiner Uni sich gut verkauften und 14., 18. und 19. wurden. Bei den Damen konnte Elisa 9. werden und Kirsten im Pokal B den zweiten Rang erkämpfen.
Am Freitag hieß es dann: DHM Staffel. Leipzig hatte nur eine Staffel am Start und wir rechneten uns schon mit viel Glück einen Platz unter den ersten drei aus. Wir starteten mit Johannes super auf der ersten Strecke und konnten den Anschluss halten. Max lief sogar auf die Spitzenteams auf, sodass ich gleich mit den Favoriten ins Rennen gehen konnte. zum 3. Posten verlor ich 20s, weil ich einfach schon ein Gebäude weiter gedacht hatte, als ich gelaufen war und erst einmal stehen blieb. Diesen Fehler begingen aber auch noch andere. Ich hatte die kürzeren Gabeln und konnte mit 45s Vorsprung auf Johannes übergeben. Er lieferte wieder ein super Rennen ab und konnte an 2. Stelle übergeben. Max hielt die Position und konnte mit nur 10s Rückstand hinter der TU Dresden an mich übergeben. Nun wurde es spannend, da ich gegen Robert meinen Vereinskameraden laufen musste, der am Vortag zweiter war und mich bei der DM Sprint geschlagen hatte. Und es sollte tatsächlich eine Enge Kiste werden. Nun hatte ich gegenüber Robert die längere Gabel am Anfang, sodass ich ihn bis Posten 13 nie sah. Erst am Berg Richtung 14 konnte ich ihn am Horizont wahrnehmen und er wusste natürlich auch, dass ich ihm im Nacken saß. kurz vorm Sichtposten war ich schon auf 20m heran gelaufen und bis Posten 18 hatte ich mir die gesamte Schlussrunde eingeprägt um einen Angriff zu starten. Ab Posten 19 drückte ich mächtig auf die Tube und konnte Robert noch überholen. Somit gelang uns ein Paukenschlag mit dem am Vortag nicht mal einer von uns gerechnet hatte. Leider hatte Robert im Eifer des Gefechts einen Posten überlaufen und die TU Dresden konnte nicht klassiert werden. Im 5. Anlauf konnten wir endlich auch in der Staffel eine ADH-Nadel gewinnen. So zeigte sich auch unser Coach JB glücklich
16/05: DHM-zweimal Gold für Leipzig